Deine Nr. 1 zu den Themen Fasten, Entschlacken, Entgiften, Entsäuern und gesunde Ernährung

Fastentage

Nachdem Du Deinen Entlastungstag erfolgreich hinter Dir gelassen hast, beginnt nun die eigentliche Fastenwoche. Dabei schaltet der Körper nun sein Programm von der Außenversorgung auf die Innenversorgung um. Ernähren wird sich Dein Körper nun aus seinen eigenen Depots, aus denen er Kraft gewinnen kann. Dieser Vorgang geschieht quasi von selbst und ganz automatisch. Durch Deine Willenskraft zum Fasten und die im Folgenden beschriebene Darmentleerung gibst Du Deinem Körper das Zeichen zum Umschalten – das Fasten beginnt, der Hunger verschwindet.

Viel trinken an den FastentagenUm erfolgreich durch Deine Fastenzeit zu kommen, musst Du unbedingt ausreichend Flüssigkeit (mindestens 2 Liter am Tag) in Form von Wasser oder Kräutertees zu Dir nehmen. Kaffee und Schwarzer Tee sind in Deiner Fastenwoche tabu. Wer nicht genügend Flüssigkeit trinkt oder trinken kann, sollte nicht fasten.

Anleitung zum Fasten

Im Folgenden findest Du nun den Ablauf für die einzelnen Fastentage. Wir haben gut Erfahrungen mit einer Fastendauer von 5 Tagen gemacht, auf die zwei Aufbautage folgen. Natürlich kannst Du abhängig von Deiner körperlichen, geistigen und seelischen Verfassung und vielleicht auch Deiner Erfahrung diesen Zeitraum auch um einige Tage verlängern.

An dieser Stelle möchten wir (wie schon in den vergangenen Kapiteln) noch einmal darauf hinweisen, vor einer Fastenzeit Deinen Arzt zu befragen und Dir „grünes Licht“ auf Basis Deiner individuellen Situation zu holen. Du darfst in jedem Fall nur Fasten, wenn Du gesund bist und keine Medikamente zu Dir nimmst.

Der erste Fastentag

Den ersten Fastentag solltest Du am besten zuhause verbringen. Ausruhen, lesen, Musik hören – das alles ist heute erlaubt, wenn Dir danach ist. Ein bisschen Bewegung ist ebenfalls gut, Du solltest aber allzu intensive Anstrengungen und Sport vermeiden. Ein heißes Bad tut Dir sicher gut. Zudem solltest Du eine Toilette immer in Deiner Nähe haben.

Die Darmentleerung

Die Darmentleerung ist normalerweise unproblematisch, wenn Du normalen, intakten Stuhlgang hast. Viele Menschen haben aber mit Darmverstopfung zu tun, deshalb ist hier eine Abführhilfe unumgänglich, um den Darm auch von den letzten Kotresten zu befreien.

Das Abführen empfehlen wir Dir am Morgen des ersten Fastentages. Dabei nimmst Du in kochendem Wasser aufgelöstes Glaubersalz zu Dir. Die Menge hängt von Deinem Gewicht und Darmzustand ab:

  • Bei normaler Darmtätigkeit: 20g Glaubersalz mit 500ml warmen Wasser vermischen. Zur Geschmacksoptimierung ein bisschen Zitronensaft hinzufügen.
  • Bei Normalgewicht und Tendenz zur Verstopfung: 30g Glaubersalz mit 500ml warmen Wasser vermischen. Zur Geschmacksoptimierung ein bisschen Zitronensaft hinzufügen.
  • Bei Übergewicht und Tendenz zur Verstopfung: 40g Glaubersalz mit 500ml warmen Wasser vermischen. Zur Geschmacksoptimierung ein bisschen Zitronensaft hinzufügen.

Bei sehr schlanken Menschen und/oder einem sehr empfindlichen Magen solltest Du auf eine Darmentleerung mit Glaubersalz verzichten und stattdessen einen Einlauf machen. Dass tut der Wirksamkeit keinen Abbruch, ist aber insgesamt schonender und weniger belastend. Auch für Menschen, die sich vor Salzwasser ekeln und zum Erbrechen neigen, ist der Einlauf eine gute Alternative. Dazu benötigst Du einen Irrigator, den Du in unserem Shop oder in der Apotheke kaufen kannst.

Die oben beschriebene Glauber-/Wasser-Lösung nimmst Du bitte innerhalb von 10 Minuten zu Dir. Gegen den Salzgeschmack kannst Du zwischendurch Pfefferminztee schluckweise trinken.

Durch die angeregte Darmtätigkeit kommst es nun mehrmals zu durchfallartigen Darmentleerungen, die ein paar Stunden anhalten können. Die Anwendung von Glaubersalz findet nur heute am 1. Fastentag statt. In den folgenden Tagen findet Glaubersalz keine Anwendung mehr.

Die Fastentage: Was noch zu beachten ist

Fastentage: GeschafftDurch die Darmentleerung kann es zu Bauchschmerzen oder Bauchkneifen kommen. Hier hilft etwas wohltuende Wärme durch eine Wärmflasche. Gleichzeitig solltest Du Dir etwas Ruhe gönnen. Wenn Du Durst verspürst, trinke reichlich Wasser oder Pfefferminztee.

Durch die im Körper stattfindenden Reinigungsprozesse kommt häufiger zu Mundgeruch. Das ist normal und sollte Dir keine Sorgen bereiten.

Frauen, die täglich die Pille nehmen, sollten an diesem Tag ein paar Stunden mit der Einnahme warten, damit die Pille ihre Wirkung nicht verfehlt. Bei einem Einlauf ist eine verspätete Pilleneinnahme nicht nötig, da der Magen hier nicht entleert wird.

Der zweite Fastentag

FastensuppeDein Körper braucht einige Zeit, um sich auf die innere Energieversorgung einzustellen. Das kann sich auch noch in den zweiten Fastentag hineinziehen. Sollte Dir Dein Körper Hungersignale senden, trinke einfach in kleines Glas Wasser und die Hungergefühle werden bald wieder verschwinden. Bitte nimm auf keinen Fall irgendwelche Medikamente oder sonstigen Zusatzstoffe gegen den Hunger.

  • Dein Fastentag beginnt heute z. B. mit einem morgendlichen Kräutertee (2 Tassen, z. B. Kamille, Melisse oder Rosmarin) und dem Auslutschen von kleinen Zitronenstückchen. Wenn Du keinen Tee magst, kannst du auch Wasser mit Zitrone trinken.
  • Vormittags nimmst du einen Kräutertee zusammen mit reichlich Wasser zu Dir.
  • Das Mittagessen besteht aus einer Fastensuppe, selbst zubereiteter Gemüsebrühe (0,25l) oder stark verdünntem Gemüsesaft. Nachmittags folgt ein Kräuter- oder Früchtetee (Hagebutte, Fenchel oder Apfel), den Du mit 1 TL Honig versüßen kannst. Dazu trink bitte wieder reichlich Wasser. Auch jetzt kannst Du einen Schnitz Zitrone auslutschen.
  • Abends trinkst Du einen Fastencocktail oder 1:1 mit Wasser verdünnten Obstsaft, Gemüsesaft oder einfach Gemüsebrühe. (jeweils 0,25l).
  • Danach wird bereits der Tee für die kommenden Nacht vorbereitet.

Du solltest Deinen Körper heute mit frischer Luft versorgen und einen Gang in die Natur machen. Das hilft Dir auch gegen etwaige Schwindelgefühle oder Kopfschmerzen hinweg. Kopfschmerzen sind ein Zeichen, dass Dein Körper auf Entgiftung umschaltet. Auch Kneippgüsse hilft in diesem Fall gegen Kopfschmerzen oder einfach Dein Gesicht mit kaltem Wasser zu waschen. Bei schlimmeren Kopfschmerzen solltest du Dich hinlegen und ggf. etwas schlafen. Dabei das reichliche Trinken bitte in keinem Fall vergessen.

Jetzt am Anfang können neben Kopfschmerzen auch Gliederschmerzen auftreten, die durch die Entwässerung von Muskeln entstehen. Hier helfen neben den bereits aufgeführten Maßnahmen die Durchführung eines Einlaufs, aber auch eine kalte Prießnitz-Auflage oder ein sog. ansteigendes Fußbad könnte Abhilfe schaffen.

Solltest Du Stimmungsschwankungen – von Euphorie bis zu Depressionen – erleben, ist auch das normal. Tu einfach das, was Dir in solchen Situationen gut tut und die Schwankungen werden sich wieder normalisieren.

Der dritte Fastentag

Gemüsebrühe beim FastenInzwischen hast Du Dich sicherlich an das Fasten gewöhnt und kommst inzwischen gut mit den Gegebenheiten zurecht. Du merkst, dass die Umstellung auf das körpereigene, innere Energieversorgungssystem in der Regel gut funktioniert. Natürlich kommt es immer mal zu Schwankungen, die sich dann aber meistens regulieren lassen. Sicherlich merkst Du auch, dass Deine Leistungsfähigkeit bei alltäglichen Tätigkeiten trotz des Fastens nicht wirklich beeinträchtigt ist. Wichtig ist es, auf Signale und Bedürfnisse von Körper, Geist und Seele zu hören und darauf entsprechend einzugehen und zu reagieren.

An diesem dritten Tag ist spätestens wieder eine Darmentleerung mittels Einlauf notwendig. Der Darm arbeitet eben während dieser Fastenwoche nur eingeschränkt und braucht entsprechende Unterstützung.

Die Ernährung setzt Du – wie in den ersten Fastentagen beschrieben – entsprechend fort.

Der vierte und fünfte Fastentag

Fastentage: GeschafftDie schwierigeren Fastentage liegen nun hinter Dir und Dein Körper hat sich auf das Fasten eingestellt. Er funktioniert nun durch die innere Energieversorgung. Die ersten Anstrengungen wandeln sich nun in ein Wohlgefühl um und Du könntest sogar noch ein paar Tage an Deine Fastenwoche hängen. Das solltest Du aber unterlassen und weiter Deinem Plan von fünf Fastentagen folgen.

Die Ernährung folgt den vergangenen Tagen. Weiterhin viel trinken, das ist extrem wichtig. Am fünften Fastentag ist spätestens wieder eine Darmentleerung mittels Einlauf notwendig. Bei entsprechenden Beschwerden wie Magen-Darm-Störungen oder Verstopfung kann ein täglicher Einlauf sinnvoll sein.

» weiter zu den Aufbautagen